Vorlage für die Projektpräsentation der IT-Berufe

Vorlage für die Projektpräsentation der IT-Berufe

Wie ich schon oft geschrieben habe, ist die beliebteste Seite hier meine Vorlage für die Projektdokumentation. Und da es nun bald auf die mündlichen Prüfungen zugeht, dachte ich mir, dass eine ähnliche Vorlage für die Projektpräsentation sinnvoll wäre.

Daher habe ich mir die Mühe gemacht und eine Präsentationsvorlage für die Abschlusspräsentation der betrieblichen Projektarbeit in den IT-Berufen erstellt.

Corporate Design

Wer jetzt allerdings eine Art Unternehmensvorlage mit Kopf- und Fußzeile, Seitenzahlen und mitlaufender Agenda erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Meine Vorlage besteht lediglich aus leeren Folien. Wie du vielleicht schon in dem ein oder anderen Artikel gelesen oder im Podcast gehört hast, halte ich überhaupt nichts von den klassischen Folien im Corporate Design. Im Gegenteil: Ich finde diese Art der Präsentation langweilig und unprofessionell.

Beispiel für eine übliche Folie im Corporate Design

Stattdessen erwarte ich heutzutage von Vortragenden, mich mit ihren Inhalten und den dazu passenden, ansprechend aufbereiteten in Folien zu überzeugen. Folien im Corporate Design machen bei mir nicht den Eindruck einer professionellen Präsentation, sondern eines faulen Präsentators. Denn wie kann man einfacher eine Präsentation erstellen, als lediglich ein paar Wörter in eine bereits vorgefertigte Vorlage einzufügen?

Wenn diese Sätze dann auch noch direkt aus der Projektdokumentation stammen, kann man in wenigen Minuten seine Präsentation zusammenstellen. Und dann hilft auch das schöne Unternehmenslogo oben rechts in der Ecke nicht, um den Eindruck einer oberflächlichen Präsentation zu mindern.

Inhaltselemente

Was ich als allererstes mache, nachdem ich Powerpoint geöffnet habe, ist, alle Inhaltselemente von den Folien – und insbesondere von den Masterfolien – zu entfernen. Die vordefinierten Elemente in PowerPoint sind so angeordnet, dass automatisch eine „klassische“ Präsentation entsteht. Doch das möchte ich auf keinen Fall.

Ich möchte mir nicht von PowerPoint vorschreiben lassen, wie meine Folien auszusehen haben. Stattdessen möchte ich die vorhandene Fläche auf der Leinwand so nutzen, wie ich es für richtig halte. Und das heißt, dass der Text nicht immer oben über der Folie steht, sondern gerne auch mal mitten drauf oder rechts unten in der Ecke. Je nachdem, was besser wirkt.

Außerdem enthalten meine Folien ohnehin kaum Text, da der Einsatz von Bildern und Diagrammen viel effektiver ist. Jeder kennt den Spruch: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Nur warum hält sich niemand an diese Regel beim Erstellen von Präsentationen?

Inhalte der Vorlage

Meine Vorlage, die du hier herunterladen kannst, enthält nichts außer leeren Folien im Format 4:3. Der einzige wirklich hilfreiche Inhalt sind die vordefinierten Hilfslinien. Ich habe die Folien optisch gedrittelt, damit du es beim Platzieren deiner inhalte einfacher hast. Solltest du die Drittel-Regel noch nicht kennen, schau dir mal ein paar Beispiele für ihren Einsatz an. Du wirst feststellen, dass so gestaltete Folien automatisch ansprechender wirken.

Meinst du das ernst?

Ja, dieser Beitrag ist ernst gemeint. Auch wenn du dich vielleicht über die leere Vorlage ärgerst. Denn letztlich ist die Vorlage nicht mit der Vorlage für die Projektdokumentation zu vergleichen. Das gedruckte Dokument hat ganz eigene Anforderungen und Kriterien für die Gestaltung sowie inhaltliche Vorgaben, die es strikt einzuhalten gilt.

Bei der Präsentation solltest du dir stattdessen alle Freiräume lassen. Finde einen Weg, um deine Inhalte bestmöglich zu transportieren. Meiner Erfahrung nach ist der bestmögliche Weg fast nie eine Präsentationsvorlage von PowerPoint. Stattdessen solltest du die Präsentation als eine Chance verstehen, deine Inhalte optisch ansprechend zu transportieren. Die Folien unterstützen lediglich deinen Vortrag. Sie sollen ihn nicht ersetzen.

Beispielpräsentationen

Wenn du nicht weißt was ich damit meine, dann schau dir doch mal die beiden mit 100% bewerteten Beispielpräsentationen meiner ehemaligen Auszubildenden an. Die Folien verwenden weder Coporate Design, noch eine mitlaufende Agenda, noch Titel und Seitenzahl in Kopf- und Fußzeile. Und trotzdem – oder gerade deswegen – transportieren Sie die Inhalte der Projektarbeit sehr gut. Die Bewertung unterstreicht das noch einmal.

  • Projektpräsentation von Gerda Feldhaus (mit 100% bewertet)
  • Projektpräsentation von Markus Amshove (mit 100% bewertet)

Download

Hier kannst du meine Vorlage herunterladen. Über Feedback würde ich mich freuen 😉

Fazit

Lass dir nicht einreden, dass IHK-Präsentationen langweiliger Einheitsbrei sein müssen. Niemand schaut sich soetwas gerne an. Natürlich kann ich nicht für alle Prüfer sprechen und ich habe auch schon gehört, dass Prüfungsausschüsse den „klassischen“ Stil bevorzugen. Das kann ich nicht nachvollziehen, da lange bekannt ist, dass bei den Zuschauern viel mehr hängenbleibt, wenn die Folien nicht vollgestopft sind mit Text. Wenn du mir nicht glaubst, schau dir mal Presentation Zen* an.

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Letztlich musst du natürlich selbst entscheiden, auf welchen Stil du setzen willst. Ich würde mich freuen, wenn ich dir mit der Vorlage einen kleinen Hinweis für die richtige Entscheidung gegeben habe! 😉


Verwendest du für deine Präsentation eine Vorlage? Oder fängst du auch mit einem weißen Blatt an?

Weitere Infos zur Projektpräsentation

Du suchst noch mehr Tipps rund um die Projektpräsentation? Dann schau doch mal in diese Artikel- und Podcast-Kategorie: Alle Artikel rund um die Projektpräsentation.

Und wenn du dich für meinen Newsletter einträgst, kannst du dir jetzt sofort meine Checkliste für die Projektpräsentation herunterladen.

Checkliste für die Projektpräsentation

8 thoughts on “Vorlage für die Projektpräsentation der IT-Berufe

  1. Hallo Stefan,

    ich verfolge deinen Blog schon seit langem (bin selbst auch Prüfer der IHK für FI-AE und Ausbilder in meinem Unternehmen) und kann ihn nur empfehlen! Ich muss dir in diesem Bereich aber leider zum Teil widersprechen. Aus meiner Sicht ist es nicht schlimm, wenn ein Prüfling die Vorlage im Corporate Design nutzt. Ein Stück weit geht es ja auch um die Repräsentation des Unternehmens. Natürlich hast du Recht, je weniger Text, desto besser.

    Ich gebe meinen Auszubildenden immer folgenden Leitsatz:

    Je weniger Text und je mehr Bilder und Grafiken desto besser/anschaulicher.
    Gesprochenes Inhalte sind besser als gelesene Inhalte.

    Ich sehe also keinen Zusammenhang zwischen dem Corporate Design einer Präsentation und einem „faulen Präsentator“! 😉

    VG
    Sebastian

    PS: Bei uns im Prüfungsausschuss präsentieren weit über 90% der Prüflinge im Corporate Design.

  2. Hallo Sebastian,

    vielen Dank für dein Feedback und den Praxisbericht. In meinem Ausschuss sehe ich auch fast ausschließlich Präsentationen im CD. Und natürlich kann man damit auch eine sehr gute Note erreichen. Letztlich geht es um den Inhalt und weniger um die Folien!

    Corporate Design heißt aber meistens, dass der Inhalt als simple Aufzähllisten präsentiert wird und eben nicht anschaulich und mit vielen Grafiken. Eigentlich hat beides nicht unbedingt etwas miteinander zu tun. Ich kann auch bildschirmfüllende Grafiken nutzen und die nächsten Folien dann wieder im CD gestalten. Aber meine Erfahrung ist, dass die Prüflinge das halt nicht tun. Und dann wird leider oft auch die Präsentation an sich schlecht, weil Folien nur abgelesen werden usw.

    Ich möchte mit dem Beitrag bewusst polarisieren und zum Nachdenken anregen! Daher die krasse Wortwahl. Sonst bewegen sich die Mühlen der IHKen halt nicht. 😛

    Viele Grüße!
    Stefan

  3. Hallo Stefan,

    ich arbeite gerade an meiner Abschlusspräsentation und bin auf ein Problem gestoßen. Ich möchte die Schwierigkeiten des Projektes aufzeigen, habe dies aber in der Projektdokumentation ausgelassen. Es handelt sich hier nicht um einen groben Schnitzer, sondern eher um eine Kleinigkeit. Dennoch bin ich in der Dokumentation nicht darauf eingegangen.
    Kann es demnach negativ bewertet werden, wenn ich dies jetzt (bzw. generell Informationen, die in der Dokumentation nicht vorhanden sind) in der mündlichen Prüfung präsentiere

    Viele Grüße,
    Lukas

  4. Hallo Lukas,

    nein, das sollte kein Problem sein. Die Präsentation muss ja nicht aus den Inhalten der Projektdokumentation bestehen. Man könnte sogar sagen, das wäre ja langweilig 😉

    Wenn du nach der Dokumentation noch ein paar interessante Fakten zum Projekt gesammelt hast oder in der Doku einfach keinen Platz für sie hattest, darfst du sie gerne in der Präsentation zeigen. Wenn es sich allerdings um zentrale Informationen handelt, würde ich höchstens die Frage stellen, warum sie nicht in der Doku enthalten waren. Da du in der Präsi noch weniger Zeit hast als Platz in der Doku, solltest du gut auswählen, welche Inhalte du zeigst. Das sollten immer die interessantesten und wichtigsten Informationen sein.

    Viele Grüße!
    Stefan

  5. Hallo zusammen,

    ich sehe es genauso. In der Präsentation sehe ich gerne zusätzliche Inhalte, die ich in der Dokumentation noch nicht gesehen habe. Die Inhalte müssen aber einen direkten Bezug zum Projekt haben und zum Verständnis für die Prüfer beitragen.

    Ich finde übrigens die beiden angemerkten 100% Präsentationen interessant. Ich würde beim überfliegen der Folien sagen…das sind deutlich zu viele Folien. Ich glaube da waren ca. 40 Folien in einer Präsentation? Bei 15 Minuten Präsentationszeit?

    VG
    Sebastian

  6. Hallo Sebastian,

    es mag so aussehen, als wären die Präsentationen zu umfangreich, aber sowohl Gerda als auch Markus haben exakt 15 Minuten gebraucht. Alles andere hätte sich auch sicherlich in der Note wiedergefunden. Bei wenig Text und vielen Bildern kann man einfach nicht nach der Folienzahl gehen. Man muss den Vortrag gesehen haben.

    Viele Grüße!
    Stefan

  7. Hallo,
    ich habe eben versucht, mir die Beispielpräsentation zu downloaden. Leider besteht die Datei aus 2 Folien mit dem Inhalt „Titel hinzufügen“. Ich nehme an, dass ist keine Absicht?

    Liebe Grüße,
    Nina

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